Ein Whiskytasting im Whiskyblues in Bad Wörishofen

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Ende Oktober 2017 zog es meinen Kumpel Jay und mich nach Bad Wörishofen, wo wir an einem Whiskytasting im Whiskyblues teilnahmen, bei dem ausschließlich Fassstärken vorgestellt werden sollten.

Das Whiskyblues

Das Whiskyblues liegt in der Fußgängerzone der Kurstadt und bietet sowohl Shop als auch Pub und Whiskybar in durchgängig authentischer und gemütlicher Atmosphäre.

Und um dem Ganzen noch einen drauf zu setzten, gibt es auch noch einen separaten Tastingraum.

Der Tasting-Table
Der Tasting-Table

Also beste Voraussetzungen für ein Tasting.

Das Tasting

Im Tastingraum fanden sich auf dem großen Tisch sowohl eine schriftliche Darstellung des fassstarken Lineups als auch Formulare um seine Tasting-Notizen zu Papier bringen zu können.

Wie wir feststellen konnten, waren uns die meisten der Teilnehmer persönlich bekannt und so entspann sich bald eine muntere Plauderei rund um das Lineup des Abends.

Das Line up
Das Line up

Durch das Tasting führte „Schnulli“, der Betreiber des Whiskyblues, ohne sich dabei besonders mit Details zum gebotenen Whisky aufzuhalten.

Das Lineup

  1. Mackmyra 9 Jahre (2008-2017), 50,4 Vol%, Cask Ref. 17804, Flasche 76/139, Schweden; dieser Whisky fand sein Finish acht Monate in einem Portweinfass und wurde durch Alambic Classique abgefüllt – ein grundsolider Schwedenwhisky
  2. Speyside Distillery 22 Jahre (1992-2014), 58,6 Vol%, Cask Ref. 14902, limitiert auf 272 Flaschen, Speyside; gereift in Sherryfässern aus Südafrika und wurde durch Alambic Classique abgefüllt – offenbart seine Qualitäten erst mit der nötigen Temperatur
  3. Big Peat Christmas Edition 2017 (die siebte dieser Reihe), 54,1 Vol%, Small Batch; 7 verschiedene Malts wurden vom Abfüller Douglas Laing für diesen Whisky verwendet. Darunter Ardbeg, Bowmore, Caol Ila und Port Ellen – ein echter Islay-Blend voller Rauch und so
  4. Glenlossie 22 Jahre (1997-2017), 54,2 Vol%, Cask Ref. 17803, limitiert auf 293 Flaschen, Highlands; Er findet seine Charakteristik durch den Einsatz von Refill Sherry Casks und wurde durch Alambic Classique abgefüllt – sehr süß mit schnapsigen Obertönen
  5. Amrut Portonova, 62,1 Vol%, Indien; wie der Name vermuten lässt, reifte dieser Single Malt in Port-Fässern – kommt facettenreich und angenehm süß daher
  6. Amrut Peated, 62,8 Vol%, Indien – der Name ist Programm, auch wenn keine ppm angegeben sind

Unterbrochen wurde das Tasting nach dem Big Peat um eine richtig zünftige, schmackhafte und auskömmliche Brotzeit (bestehend aus unterschiedlichen Brotsorten, Speck, Schinken, Salami, div. Käse, Gurken, Tomaten, …). Ausgemacht schmackhaft!

Mahlzeit!
Mahlzeit!

Bei einem Fassstärke-Tasting nicht zu unterschätzen 😉

Fazit

Für 55 Euro gab es 6 solide Whisky, wirklich ausreichend Wasser, eine authentische Atmoshäre und eine rustikale Brotzeit.

Positiv aufgefallen sind mir auch die, für die Teilnehmer vorbereiteten, Unterlagen.

Aber auch Kritik muss geäußert werden. Das Pipetten erst auf Nachfrage geboten wurde scheint mir lässlich. Störend fand ich jedoch die Tatsache, dass sowohl die Gläser aus auch die Whiskys recht kühl offeriert wurden.

Zum Abschluss mutierte das Tasting dann doch zu einer Verkaufsveranstaltung für Alambic-Abfüllungen. Schade.

Infos zum Whiskyblues

Whiskyblues (4sq)
Hauptstraße 30
86825 Bad Wörishofen
08247 3108785
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Bilder

Alle meine Bilder findest du in meinem flickr-Album.

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

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