Der i-CLIP, vollwertiger Ersatz für’s klassische Portemonnaie? Ein Selbstversuch

Schmiegsam mit weichem Leder

Eigentlich war ich mit meiner traditionellen Geldbörse bisher zufrieden, wollte aber doch mal testen, ob sich eine praxistaugliche Alternative bietet, die das Volumen reduziert und trotzdem praktikabel ist. Und die lief mir sozusagen in Form des i-CLIP der Flux Design Products GmbH über den Weg.

Schmiegsam mit weichem Leder
Schmiegsam mit weichem Leder

Aber beginnen wir am Anfang. Wie schon oben erwähnt hatte ich nach einem platzsparenden Ersatz für meine Geldtasche gesucht. Das Produkt sollte unproblematisch in der vorderen Hosentasche zu verstauen sein und trotzdem alles Wichtige beinhalten. Also ein Slim Wallet, wie den i-CLIP.

Eine schöne Beschreibung des Produktes fand ich bei gear2viedeo:

Da kann man zwar keine Münzen rein machen aber ich trage das Kleingeld eh immer lose in der Tasche und werfe alles, was kleiner ist als ein Euro, in eine Dose, um nicht soviel Klimperkram mit mir herum zu schleppen.

Also habe ich mal nachgeschaut, was ich denn bisher so alles mit mir in der Geldbörse herum trug. Und das war doch eine Menge, wie ich feststellen konnte. Und dabei wurde auch schnell klar, was und was nicht mit ins Slim Wallet übernommen werden könnte.

Die bisherige Bestückung der klassischen Geldbörse

  • Geldnoten
  • Personalausweis
  • Kreditkarte
  • Bankkarte
  • Bahncard
  • Presseausweis
  • Organspendeausweis (Papierversion)
  • Krankenkassenkarte
  • Bild vom Patenkind (konnte nicht übernommen werden)
  • Schwerbehindertenausweis mit Wertmarke und Beiblatt (DIN A 6)
  • Eine Tüte für Hundekot (ab und an führe ich den Hund eines Freundes aus, konnte nicht übernommen werden)
  • div. Quittungen (wohin damit?)
  • Abholschein der Reinigung (da musste ein Lösung gefunden werden)
  • Ein alter 5 DM-Schein (aus nostalgischen Gründen, bekam einen Ehrenplatz an der Pinnwand)
  • Kunststoffchip für den Einkaufswagen (konnte nicht übernommen werden, macht aber nix, da geht ja auch ’n Euro)

Nachdem ich dann im örtlichen Taschengeschäft meinen i-CLIP erworben hatte (29,95€) ging es ans Umpacken.

Die Bestückung des i-CLIP

Nach ein wenig Nachdenken, wurde schnell klar, was wie zu regeln ist.

  • Personalausweis
  • Kreditkarte
  • Bankkarte
  • Bahncard
  • Presseausweis
  • Schwebehindertenausweis (den gibt’s nämlich auch im Scheckkartenformat), das Beiblatt mit Wertmarke gibt es auch in klein und in einer separaten Plastikhülle klemmt es nun hinter den Geldscheinen
  • Organspendeausweis (die Papierversion habe ich durch eine Plastikversion ersetzt)
  • Krankenkassenkarte
  • Geldnoten
Alles im Griff und mit ein wenig Übung auch übersichtlich
Alles im Griff und mit ein wenig Übung auch übersichtlich

Das Bild vom Patenkind prangt jetzt dort am Regal, wo ich Schlüssel, Geldbörse, Taschenmesser usw. ablege, meinem Utensilien-Hotspot 🙂
Die Tüte für Hundekot wurde ersatzlos gestrichen, erhalte ich bei Bedarf vom Hundebesitzer bei Übernahme des Hundes.
Abholscheine etc. liegen jetzt auch am Utensilien-Hotspot.

Der i-CLIP im täglichen Einsatz

Während der ersten Testwochen war ich auch auf Reisen und konnte so ausgiebig testen, wie ich mit dem i-CLIP klarkomme.

Relativ schnell konnte ich mich an die wirklich kleinen Abmessungen gewöhnt und die Tatsache, dass der i-CLIP in der vorderen Hosentasche kaum aufträgt.

Schön flach
Schön flach

Die größte Umstellung war das Hantieren mit Geldnoten. Sowohl das Herausnehmen als auch das wieder Hereinmachen brauchten ein wenig Übung. Es zeigte sich auch, dass man gut beraten ist, nicht mehr als 5-7 Geldscheine mit sich zu führen. Danach wird es ziemlich eng im i-CLIP.

Zweimal gefaltet brauchen Geldnoten wenig Platz
Zweimal gefaltet brauchen Geldnoten wenig Platz

Gewöhnen musste ich mich auch daran, dass Abholscheine usw. nun nicht mehr immer zur Verfügung stehen sondern bei Bedarf mitgenommen werden müssen. Führt aber auch zu geplanterem Vorgehen beim Einkaufen.

Witzig fand ich, wie lange es gedauert hat, mich daran zu gewöhnen, dass die Geldbörse nun nicht mehr in der hinteren Tasche der Hose platziert war. Oft bin ich noch zusammengeschreckt, weil das über Jahrzehnte gewohnte Gefühl am Hintern fehlte 😉

Das Thema Sicherheit

Dann kam das Wochenende im August, an dem das Barcamp Schweiz stattfand. Dort fand eine Session zum Thema „Reisen mit kleinem Gepäck“ statt und auch die ideale Reisegeldbörse war dort ein Thema. Ein Aspekt war die Sicherheit bei Karten, die eine RFID-Funktion haben. Ohne besonderen Schutz kann da schnell schon mal was anbrennen.

Die herkömmlich erhältlichen Schutzhüllen kamen nicht in Frage, da die Karte dann nicht mehr in den i-CLIP passt. Aber es gibt als Zubehör das „RFID SHIELD“, zwei zusätzliche Karten, die bis zu sechs Karten zwischen sich schützen. Das reduziert zwar die max. Anzahl der Karten im i-CLIP, was bei mir aber nichts ausmacht.

Für mehr Sicherheit, der RFID-SHILED
Für mehr Sicherheit, der RFID-SHILED

Fazit nach sechs Wochen

Nach nunmehr sechs Wochen im Dauereinsatz habe ich mich an den i-CLIP gewöhnt und er ist in meinem Alltag angekommen.

Hast du auch Erfahrungen mit slim wallets? Mich würden deine Eindrücke interessieren. Hinterlasse gerne einen Kommentar hier.

 

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

5 Gedanken zu „Der i-CLIP, vollwertiger Ersatz für’s klassische Portemonnaie? Ein Selbstversuch“

  1. Nach ca. 2 Jahren mit dem I-Clip kann ich (für mich) sagen – nie wieder ohne! Nach ein paar Wochen hat man das Handling mit den Geldscheinen im Griff, und Kleingeld kommt in die Hosentasche/ins Auto. Keine ausgebeulte oder durchgescheuerte hintere Hosentasche mehr, weniger Angst vor Taschendiebstahl, und trotzdem immer „alles“ dabei…. Für mich ist das Teil „perfekt“…

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