Mit dem Twin City Liner von Wien nach Bratislava / Pressburg

Impression aus dem Fährterminal

Während eines Aufenthaltes in Wien im Juni 2017 nutzte ich die Gelegenheit auch mal nach Bratislava / Pressburg zu fahren. Und da ich bekanntlich einen Faible für Nautisches habe, hatte ich entschlossen diese Fahrt auf der Donau zurück zu legen.

Entschieden hatte ich mich für den Twin City Liner, der mit zwei Schnell-Katamaranen eine flotte Verbindung zwischen den beiden Hauptstädten Wien und Bratislava anbietet.
Die Reise dauert ca. 75 Minuten. Im Vergleich: mit dem Zug oder dem Bus geht es nur wenige Minuten schneller.

Buchung der Passage

Die Buchung meines Wunschplatzes erfolgte problemlos online. Die Preise variieren je nach Sitzplatz zwischen 25 und 45 Euro und sind damit deutlich teurer als Bus oder Bahn.

Man hat die Wahl zwischen dem Hauptdeck (109 Plätze, die Preise hier variieren je nach Sitzplatz abhängig von der Aussicht), dem Freideck (12 Plätze) oder der Captain’s Lounge (8 Plätze), welche ich für die Hinfahrt vorgesehen hatte.

Boarding

In Wien begibt man sich zur Abfahrt zum Schwedenplatz, wo die, futuristische gestaltete, Anlegestelle „Wien City“ am Donaukanal zu finden ist, zeigt die ausgedruckte Bordkarte plus Reisepass oder Personalausweis vor und kann dann aufentern 🙂

Die Anlegestelle des Twin City Liners am Wiener Schwedenplatz
Die Anlegestelle des Twin City Liners am Wiener Schwedenplatz
Blick auf die Wasserseite der Anlegestelle des Twin City Liners am Donaukanal
Blick auf die Wasserseite der Anlegestelle des Twin City Liners am Donaukanal

An Bord des Twin City Liners 2

Das Hauptdeck wirkt hell und fast weitläufig. Hier findet sich auch das Buffet.

Das Hauptdeck des Twin City Liners
Das Hauptdeck des Twin City Liners

Über die Treppe am Heck gelangt man auf das Freideck und hat Zugang zur Captain’s Lounge, die sich gleich achtern an die Brücke anschließt.

Auf dem Weg dorthin traf ich den Kapitän und fragte an, ob ich mal die Brücke besichtigen könnte. Dies wurde mir zugesagt und ich sollte, nach Verlassen des Donaukanals, auf die Brücke geholt werden. So freute ich mich schon darauf ein wenig mehr über Schiff und Donau zu erfahren.

So ging es dann auf dem Donaukanal Richtung Osten auf die Donau zu.

Fischerhütten am Donaukanal
Fischerhütten am Donaukanal

Schon nach kurzer Zeit verlässt man das Stadtgebiet und fährt vorbei an malerischen Fischerhütten um nach knapp 25 Minuten in die Donau einzufahren. Das war auch der Moment, in dem ich (zum Erstaunen meiner Mitsitzer in der Captain’s Lounge) freundlich auf die Brücke gebeten wurde.

Der Steuerstand
Der Steuerstand

Hier entspann sich mit dem Schiffsführer ein entspannter Plausch über den Katamaran und andere Schiffe, die Donau und die Flussschifffahrt, die Touristen und immer wieder nautischen Themen. Und die Zeit verging wie im Flug.

Hier ein paar technische Details:

  • Antrieb: 2 MTU Diesel-Motore (je  kanpp 1000 PS) + Hamilton Waterjets
  • Max. Geschwindigkeit: 70 km/h
  • Reisegeschwindigkeit : 60 km/h
  • Verbrauch: durchschnittlich 300 Liter Diesel auf einer Strecke
  • Nautische Besatzung: 2 Schiffsführer, 1 Deckshand
  • Länge: 33,7 m
  • Breite: 8,5 m
  • Tiefgang: max. 0,85 m
  • Höhe: 5,90 m
  • Gewicht: 40 t

So ging es dann die recht gut befahrene Donau hinab, durch den Nationalpark Donau-Auen und vorbei an Hainburg bis die Donau noch mal unterhalb der Burg Devin nach rechts abknickt.

Das Tragflächenboot, das zw. Bratislava und Wien ebenfalls verkehrt.
Das Tragflächenboot, das zw. Bratislava und Wien ebenfalls verkehrt.
Hier ein Blick auf den Nationalpark Donau-Auen
Hier ein Blick auf den Nationalpark Donau-Auen
Blick auf die ehemalige Tabakfabrik in Hainburg von der Brücke aus
Blick auf die ehemalige Tabakfabrik in Hainburg von der Brücke aus
Blick von der Brücke auf die Donau
Blick von der Brücke auf die Donau

Da taucht auf Steuerbord noch mal ein gut sichtbarer Grenzstein auf und schwupps, ist man schon in Bratislava.

Schlussendlich kam es so, dass ich die Brücke erst wieder nach dem Anlegemanöver in Bratislava verließ.

Die Anlegestelle in Bratislava
Die Anlegestelle in Bratislava

Fazit

Ich blicke auf eine großartige Reise auf der Donau von Wien nach Bratislava zurück.

Anbieter-Information:

Twin City Liner (4sq)
Schiffstation Wien City
Franz-Josefs-Kai 2,
Schwedenplatz/Kai
1010 Wien
WebseiteFacebook

 

 

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

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