Zur Gast im Hotel Barceló in Hamburg

20141200 Hamburg Hotel Barcelo title

Ich hatte Anfang Dezember noch einige Tage Urlaub und beschlossen davon einige Tage in Hamburg zu verbringen. Zum einen mag ich die Stadt sehr gerne (klar, liegt irgendwie am Wasser und bietet maritimen Charme, ’ne Menge Vleets und auch kulturell ist einiges geboten), anderen wollte ich auch ein wenig in Sachen Lakritz unterwegs sein und wollte auch einen langjährigen Freund besuchen.

Das Hotel Barcelo von außen
Das Hotel Barcelo von außen

Das Hotel Barceló hatte ich ausgewählt, das es zentral und doch ruhig gelegen schien und auch das Design der Zimmer gefiel mit. Es hat 9 Etagen auf denen sich 193 Zimmer verteilen.

Die Lage

Das 4 Sterne-Haus liegt knapp 4 Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt in einer Seitenstraße. Die Kunsthalle, die Binnen- und die Außenalster sind ganz nah dran und zum Jungfernstieg schlendert man gemütlich in 6-8 Minuten. Zur Shoppingmeile rund um die Mönckebergstraße läuft es sich auch nur 8 Minuten.

Der Check in

Im großzügig gestalteten Foyer findet sich die Rezeption, an der ich freundlich empfangen wurde und recht flott alle notwendigen Informationen erhalten habe. Auch sonst waren die Mitarbeiterinnen dort immer freundlich, hilfsbereit und kompetent.

Der Loungebereich ist für meinen Geschmack viel zu dunkel gehalten, ein Eindruck, der sich auch in den Fluren bestätigt. Besonders die Tatsache, dass auf den Etagen das Licht erst deutlich nach dem Verlassen des Aufzuges angeht, unterstrich diesen Eindruck.

Das Zimmer 816

20141200 Hamburg Hotel Barcelo Zimmer 816Liegt im 8. OG, hat 29m² und macht einen hellen Eindruck, was sowohl vom hellen Fußboden als auch den deckenhohen Fenstern herrührt. Das Zimmer ist wirklich sauber. Nur der Sessel am Schreibtisch (s.u.) und die Rückseite der TV-Liste ließen mich misstrauisch gucken.

Die Vorhänge schließen dicht, so das es nachts wirklich dunkel im Zimmer ist, wenn man will.

Die Blende der Nachtbeleuchtung war abgefallen. Ich habe dies an der Rezeption gemeldet und knapp 36 Stunden später war dies gerichtet.

Die Zimmerausstattung

  • Das Kingsize-Bett (zu kurz, längere gibt es nicht im Hotel) war ausgemacht gemütlich. Die Bettwäsche ist aus 200-Fäden-Baumwollbettwäsche bezogen, in der es sich ausgezeichnet schlummert.
    Bei den Kopfkissen hat man die Wahl zwischen 5 verschiedenen Varianten, was dem Schlafkomfort für jeden Geschmack erhöhen kann.

    Das Bett im Zimmer 816
    Das Bett im Zimmer 816
  • Kleiderschrank, innen beleuchtet, für eine Person ausreichend. Für zwei Personen bei einem längeren Aufenthalt eher zu klein dimensioniert.
  • Gepäckablage
  • Schreibtisch mit Sessel, der leider Flecken aufwies, so das ich nur mit einem untergelegten Handtuch dort Platz nahm.
  • 32″-Flatscreen-TV
  • Minibar, Kaffee, Tee

Steckdosen finden sich direkt am Schreibtisch (3) und jeweils eine an jeder Bettseite. Die letzteren sind jedoch für das Haustelefon bzw. für eine iPhone-Docking-Station belegt.

Die Beleuchtung selber ist durchdacht gemacht. Von funktionell bis gemütlich ist alles machbar. Es hat allerdings ein wenig gedauert, bis ich raushatte, welcher Schalter die viel zu helle Nachtbeleuchtung ausschaltet.

Die Steuerung der Klimaanlage befindet sich direkt am Bett, so das ich mich zur Nutzung bücken musste und auch der Stecker des Hausttelefons war da ein wenig im Weg.

Das Bad

Ist in das Zimmer integriert. Eine Lösung, die normalerweise nicht so toll finde. Hier ist aber bei der gläsernen Trennwand zum Schlafbereich großzügig mit Milchglas gearbeitet worden, so das man nicht immer direkt in die Dusche gucken muss.
Die Temeraturregellung der Dusche war nicht immer in der Lage, eine konstante Temperatur zu gewährleisten.
Die Sauberkeit war hier vorbildlich.

Ein Blick ins Bad
Ein Blick ins Bad

Die Ausstattung

  • Regenwasserdusche, ca. 1,80m x 0,90m
  • Waschbecken
  • WC, separat
  • Handtuchwärmer

Das Frühstück

Das wird im Restarurantbereich angeboten. Es gibt eine gute Auswahl an Brot und Brötchen, Rührei aus der Wärmerie (Vollei-Massenware schlechter Qualität, für ein 4 Sterne-Haus unangemessen), Speck, Bohnen, Cerealien, Marmelade, eine ganz kleine Auswahl an frischem Obst, div. Heißgetränke, eine ausreichende Auswahl an Wurst und Käse.

Im stolzen Preis von 22 Euro ist aber auch die Möglichkeit inbegriffen sind frisch zubereitete Frühstückskomponenten servieren zu lassen.

Der in der Kanne servierte Kaffee ist leider einer der schlechtesten, die ich bisher bekommen habe. Dafür gibt es aber einen Automaten, der div. Kaffees ordentlich zubereitet.

Restaurant, Vinothek und Bar 1700

Ebenfalls im Erdgeschoss liegt die Bar mit dem Restaurant. Besonders einladend oder gemütlich habe ich persönlich das Interieur nicht erlebt. Auf mich wirkt es eher funktionell. Auch hier waren die Mitarbeiter sehr freundlich und hilfsbereit.
20141200 Hamburg Hotel Barcelo BarDie Whiskyauswahl ist für ein Haus dieser Kategorie, na, ich sage mal ärmlich, und lohnt den Besuch nicht.

Über die Qualität der angebotenen Speisen kann ich nichts sagen, da ich nicht dort gegessen habe.

WLAN

Wird kostenlos angeboten und das Einloggen ist extrem einfach geregelt. Die Nutzung von mehr als einem Device ist kein Problem. Die Verbindung ist stabil, weist aber sehr große Schwankungen auf.

Fazit

Eine wirklich zentrale und doch ruhige Lage, sehr netter Service, gemütliche Betten und die (bis auf kleine Abstriche) Sauberkeit schlagen auf der Habenseite zu Buche.
Wirklich negativ ist mir eigentlich nur das unverschämt überteuerte Frühstück aufgefallen. Das kenne ich zu zivilen Preisen in anderen Häusern deutlich besser. Hier ist noch Luft nach oben, äh, nach unten.
Der Preis beginnen bei ca. 125 Euro je Übernachtung im EZ. Es gibt aber gute Angebote, wenn man Flug und Hotel kombiniert.

Hotel-Information

Hotel Barceló (4sq)
Ferdinandstrasse 15
20095 Hamburg
Tel. +49 402 263 620
barcelo.com

Mehr Bilder

Alle meine Bilder findest du in meinem flickr-Album.

 

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.