Zu Gast im Hotel Löwenbräu in Bad Wörishofen

Außenansicht des Hotel Löwenbräu

Ein Whisky-Tasting führte mich und meinen Kumpel Jay Ende Oktober 2017 in die Kurstadt Bad Wörishofen, wo als Logis der Brauerei Gasthof Hotel Löwenbräu auserkoren war.

Und so erreichten wir nach einer entspannten Anfahrt das beschauliche Bad Wörishofen und auch fast zeitgleich das Hotel.

Die Lage

Zwischen Kurpark und dem urbanem Zentrum von Bad Wörishofen liegt das Hotel an der Durchgangsstraße des Kurortes. Bis in die hübsche Fußgängerzone sind es knapp 300 Meter. Zum Bahnhof läuft es sich knapp 10 Minuten.

Der Check in

Man betritt den urig wirkenden Eingangsbereich und gelangt zur sehr dezent ausgeschilderten „Reception“, die sich sozusagen hinterm Tresen der Gaststätte befindet. So auf dem Flur stehend läuft dann der Check in freundlich und man wurde über die Frühstückszeiten und den Zugang zu später Stunde informiert.

Die "Reception"
Die „Reception“

Dann ging es im (sehr engen) Aufzug (Bj. 1960, modernisiert 2009) ins 3. OG. Hier tut sich ein Flur auf, der mich stark ans großelternliche Anwesen erinnert. Und da fand sich schnell das Zimmer 37.

Das Zimmer 37

Beim Öffnen macht das Zimmer erstmal einen sehr engen Eindruck, der sich auch nach näherer Betrachtung nicht verflüchtigte; aber ok, es handelt sich um das „kleine Standard-Einzelzimmer“. Es wirkt dunkel, überrascht aber mit einem begehbaren Kleiderschrank und Blockhüttenanmutung.

Die Schlafstatt in Zimmer 37
Die Schlafstatt in Zimmer 37

Ingesamt wirkt alles ziemlich wie in den 70ern und durchaus verwohnt, wie auch der wahrhaft antiquarische Radiowecker nahelegt.

Oberflächlich wirkte das Zimmer sauber, auch wenn auf dem Spiegel eine dicke Staubschicht lag.

Die Zimmerausstattung

  • Einzelbett (zu kurz) mit durchgelegener Matratze
  • begehbarer (!) Kleiderschrank
  • Gepäckablage
  • Schreibtisch mit Stuhl
  • kleines Flatscreen-TV
  • Sofa
  • großer Spiegel

Freie Steckdosen sind Mangelware. Ich fand je eine hinter dem kleinen TV-Gerät und an der Lampe überm Bett.

Die Beleuchtung ist sachdienlich, wobei die Deckenleuchte durchaus Aufmerksamkeit verdiente.

Eine Klimaanlage gibt es nicht. Die Belüftung kann über das Fenster erfolgen, dass auf den Hotelparkplatz geht. Es handelt sich um zwei Fenster hinteinander im Abstand von sicherlich 40 Zentimetern; Doppelfenster würde ich es nicht nennen wollen. Es gestaltet sich schwierig hier eine vernünftige Durchlüftung zu gewährleisten.

Das die Gästemappe lange nicht mehr gewartet wurde, konnte ich der Tatsache entnehmen, dass da der eine oder andere schon seine Notizen gemacht hatte.

Das Bad

Auch hier schlägt einem der morbide Charme der 70er entgegen. Grüne Kacheln, ein Einhand-Knebel-Mischregler und Brandflecken auf der Ablage unter dem Spiegel zeugen davon. Wir erinnern uns, früher durfte man in Hotels rauchen. Aber das ist lange her.

Die Belüftung erfolgt über einen separat zu schaltenden Abzug. Hat aber nicht funktioniert. Und auch hier sah man genau, dass der Lack bei diesem Etablissement mehr als ab ist.

Beim Einstellen der Duschwassertemperatur kam mir die Abdeckung spontan entgegen. Dafür schwankt dann die Tempertur ziemlich.

Das Duschhandtuch hatte ebenfalls schon bessere Seiten gesehen und den Blick in die Halterungen für die Zahnputzbecher hätte ich mir auch besser geschenkt.

DIE AUSSTATTUNG

  • Duschbad
  • Waschbecken
  • WC

An der Sauberkeit muss man sicher arbeiten. So fand ich Haare auf schon erwähnter Ablage unter dem Spiegel und in der Dusche fand sich das, was ich als schwarzen Schimmel kenne.

Das Frühstück

Wird im rustikal-urigen Restaurantbereich angeboten und ist eher unaufgeregt und schlicht.
Brot, div. Brötchen, Cerealien, Marmelade, Kaffee, Auswahl an Wurst und Käse.

Das Frühstückchen
Das Frühstückchen

Der Kaffee gehörte nicht zu den besten, die ich in Hotels bekommen habe.

Die Brauerei-Gaststätte

Urige Gemütlichkeit strahlt die Brauerei-Gaststätte aus, in der auch selbstgebrautes Bier angeboten wird, dass ich durchaus empfehlen kann. Als besonderes Leckerli wird ein Bierlikör angeboten, der heiß und mit Schlagsahne serviert wird.

Ich habe hier die Weißwurst-Happy-Hour genutzt, die täglich 2 Mal angeboten wird. Ein Paar Weißwürste, Brezel und dazu ein Bier. War lecker.

Weißwurst Happy Hour, eines der Highlights
Weißwurst Happy Hour, eines der Highlights

WLAN

Wird kostenlos angeboten. Musste ich aber explizit nachfragen und dafür unterschreiben, dass „ich im Internet bin“.

Die Geschwindigkeit war ganz passabel aber über Nacht ging da nix. Leider.

Fazit

Wollen wir mal schauen, was ich für 48 Euro inkl. Frühstück bekommen habe: ein verwohntes und renovierungsbedürtig wirkendes Ambiente, schwarzer Schimmel und Haare vom Vormieter im Bad, eine durchgelegene Matratze, schlechten Kaffee.

Hier können auch freundliche Mitarbeiter und leckeres Bier nicht dafür sorgen, dass ich einen weiteren Aufenthalt dort in Betracht ziehe.

Hotel-Information

Hotel Löwenbräu (4sq)
Hermann-Aust-Str. 2
86825 Bad Wörishofen
Tel. 08247 / 96 84-0
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Tipps im Umfeld

Für Whiskyfans empfiehlt sich ein Besuch im Whiskyblues, ca. 400 Meter vom Hotel entfernt. Eine gelungene Mischung aus Spirituosenladen und Pub.

Mehr Bilder

Alle meine Bilder findest du in meinem flickr-Album.

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

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