Oishii! oder ein Abend im Linden-Museum

Mitten in der Oishii!

Nachdem ich im August 2016 einen Bildungsurlaub zum Thema Japan verlebte und somit für das Land sensibilisiert bin, war ich ganz entzückt als ich bemerkte, das in Stuttgart ein Ausstellung zur japanischen Ess- und Trinkkultur „Oishii!“ stattfinden sollte.

Oishii! ist japanisch und bedeutet soviel wie: es schmeckt mir!
Ein Thema, dass mich als Foodie natürlich anspricht 🙂

Und so kam es, dass ich mich am 25. Oktober 2015 nach Feierabend zügig auf den Weg nach Stuttgart machte. Denn dort war ich zum Foodblogger-Event des Linden-Museum geladen* und war auch schon ganz gespannt, was mich erwarten würde.

Das obligate Bild vom Badge
Das obligate Bild vom Badge

Nach der offiziellen Eröffnung des Foodblogger-Events durch Martin vom Linden-Museum und Mitorganisator Frank (und einem ersten Blick auf das kulinarische Angebot des Abends) ging es dann auch schon los.

Die Oishii! aus der Nähe

Unter der kundigen Leitung von Uta Werlich, der Kuratorin des Linden-Museum, erkundeten wir die Oishii!, die ca. 250 Exponate aus unterschiedlichen Epochen auf 600 m² Fläche für den interessierten Besucher bereit hält.
Präsentiert werden Originale aus der eigenen Sammlung von Tuschen über Holzschnitte bis hin zu Keramik, darunter wertvolle Objekte, die noch nie gezeigt wurden und seltene Leihgaben aus privaten Sammlungen.

Angefangen von einem Überblick über das moderne kulinarische Verständnis Japans ging es um Reis und Sake und Fisch und Fleisch und Bento und Nudeln und Sushi und Stäbchen und Mochi und Tee und Picknick und Ramen und Ekiben und überhaupt.

Sushi in allen Variationen
Sushi in allen Variationen

Dieser Rundgang war interessant, unterhaltsam, kurzweilig und informativ gestaltet. Gut gefallen hat mir auch, dass der Bogen zwischen den historischen Bezügen, der japanischen Gesellschaft und dem modernen Inselstaat immer gespannt blieb.

Die Nudelsuppe, ein typisch japanischer Snack
Die Nudelsuppe, ein typisch japanischer Snack

Aber auch die Auswirkungen des Essbestecks auf Küche und Speisen wird thematisiert.

Mit Stäbchen essen. So geht's.
Mit Stäbchen essen. So geht’s.

Erwähnenswert finde ich auch die mutlimedialen Elemente, dies sich immer wieder finden und harmonisch in die Ausstellung eingefügt sind.

Multimediale Tee-Zeremonie
Multimediale Tee-Zeremonie

Für alle Teilnehmer gab je das Buch zur Ausstellung „Oishii! Essen in Japan“ von Uta Werlich / Inés de Castro / Toko Shimomura (Hg.) (ISBN 978-3-89790-468-2) und vom Hädecke-Verlag das Buch „Mochi“ von M. Motte (ISBN 978-3-7750-0753-5), dass zur Bereitung von japanischem Konfekt anregen kann.

Im Anschluss verwöhnte man uns mit einem typisch japanischem Imbiss, zum dem ich ein Asahi trank. Aha, die Japaner können also nicht nur Whisky. Sozusagen als Digestiv hatten wir die Gelegenheit auch noch Sake, den „heiligen Trank“, zu probieren; übrigens ist Reiswein bei Licht betrachtet ein Bier, denn er wird gebraut 😉

Mein Fazit

Eine Ausstellung die jeden begeistern wird, der auf der einen Seite ein Faible für Japan hat und zum anderem leckeren Essen zugetan ist.
Der Aufbau der Ausstellung ist didaktisch gut gemacht und bietet die Möglichkeit viele Facetten der japanischen Ess-Geschichte kennen und verstehen zu lernen.

ありがとうございました

Mein Dank geht an dieser Stelle an das Linden-Museum (namentlich Martin und Uta) und Frank, die diesen Abend möglich gemacht haben.
Aber auch Lotto BW muss genannt werden, die einen nicht unerheblichen (finanziellen) Beitrag geleistet hat um diese Ausstellung möglich zu machen.
Nicht zu vergessen Tokyo Dining die für den japanischen Imbiss verantwortlich zeichneten.

Ausstellungsinfo

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. April 2017 zu erleben.

Linden-Museum
Hegelplatz 1
70174 Stuttgart
Tel: 0711-2022 3
WebseiteFacebookTwitterinstagram4sq

Vom Stuttgarter Bahnhof ist man mit der Bus-Linie 42 (Richtung Erwin-Schoettle-Platz) in vier Minuten an der Haltestelle Linden-Museum.

Die Oishii! im TV

Über die Oishii! berichtet Uta, die Kuratorin des Museums, beim Sender regioTV Stuttgart.

Bilder

Noch mehr Bilder findest du in meinem flickr-Album.

Andere Beiträge zur Oishii!

Fabian von „In die Küche, fertig los“ über diesen Event.
Aber auch die Lottogesellschaft Baden-Württemberg berichtet über diesen Event auf ihrem Corporate Blog traeumdichlotto.de.

 

 

*Hinweis: Ich war vom Linden-Museum zu diesem Event eingeladen worden. Eine irgendwie geartetet Leistung meinerseits wurde nicht vereinbart. Eine gekaufte Meinungsbildung findet hier nicht statt.

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

4 Gedanken zu „Oishii! oder ein Abend im Linden-Museum“

  1. Das hätte mir auch Spass gemacht. Vielleicht ist mir mal langweilig und ich fahre nach Stuttgart. Schliesslich waren wir ja auch im Ruhrpott letztens. lg Regula

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