Bildungsurlaub in Düsseldorf: mehr wissen über Japan

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Seit Mitte 2015 bietet auch Baden-Württemberg die Möglichkeit Bildungsurlaub zu nehmen, was im  BzG BW geregelt ist. Ich hatte dazu bereits berichtet. Nun war es Mitte August 2016 soweit und ich fuhr nach Düsseldorf um dort an einem Bildungsurlaub zum Thema „Düsseldorf: Die Rheinmetropole als Zentrum japanischer Wirtschaftsaktivitäten in Europa“ teilzunehmen.

Tag 1 – Anreise, erstes Kennenlernen

An einem sommerlichen Augustsonntag kam ich also in D’dorf an und traf dort auf meine Kursleitung sowie auf die anderen Teilnehmer. Es gab erste Informationen über den Ablauf der nächsten Tage, organisatorisches wurde besprochen und, last but not least, gab es natürlich eine Vorstellungsrunde.

Meine Reisegruppe

Hier zeigte sich bereits, dass wir, mit 10 Teilnehmern, eine kleine aber bunte Truppe waren, die aus den unterschiedlichsten Motivationen an diesem Bildungsurlaub teilnahmen.

Da war unsere Kursleitung, die ein echter Japanfan ist und auch schon eine Weile dort gelebt hat oder unser Jüngster, der gebürtige Rottweiler und Asienkenner, der am liebsten eine Japanerin heiraten würde. Aber auch ein Urlaubsoptimierer war dabei.

Tag 2 – Ortskunde und ein Termin im Generalkonsulat

Nachdem sich wirklich alle Teilnehmer mehr als pünktlich getroffen hatten, ging es mit dem Bus über den Rhein und wir machten eine Stadtführung, bei der auch schon klar wurde, warum die Japaner in den 1960er Jahren ein verstärktes Interesse am Standort Düsseldorf hatten. Ich sage nur Stahl.

Zur Mittagszeit entschied ich mich, da wir eh in der Nähe des Carlsplatz waren aber noch ganz unjapanisch, für eine Pause im Dauser. Kann ich nur empfehlen; leckere Hausmannskost zu zivilen Preisen. Ach ja, lecker Alt gibt es natürlich auch.

Danach ging es in das neue Generalkonsulat von Japan. Hier wurde bereits im Vorfeld geprüft, bei welchem Arbeitgeber wir tätig sind. Und es war auch im Vorfeld kommuniziert worden, dass wie unsere Smartphones würden abgeben müssen. Sicherheit stand bei diesem Besuch aus meiner Sicht meistens sehr hoch im Kurs.

Hochsicherheitsbereich
Hochsicherheitsbereich

Hier bekamen wir von Fr. Jäschke, langjährige Mitarbeiterin der Kulturabteilung und ausgewiesene Japankennerin, einen ausgemacht interessanten und auch unterhaltsamen Einblick in die Sitten und Gebräuche der japanischen Gesellschaft.
Gelernt: Wenn ein Japaner Ja sagt, muss das nicht auch ja heißen.

Im Anschluss ging es noch in die Immermannstraße. Hier und in der Umgebung gibt es eine stattliche Anzahl von jap. Geschäften und Restaurants. Bei der Menge Japaner in Düsseldorf kein Wunder.

Da gibt es z.B. diesen japanischen Supermarkt Shochiku, bei dem man sich gar nicht satt sehen kann an den ganzen Produkten.

Spannend der Besuch im jap. Supermarkt
Spannend der Besuch im jap. Supermarkt

Und lecker gegessen habe ich dann im Takumi. Vorab Eier mir Mayonese und Algen und dann eine Shoyu Ramen, dazu ein Kirin Ichiban. Oishii!

Tag 3 – Bildung, Bonsai und Taiko

Vormittags stand ein Besuch im EKO-Haus auf dem Programm. Hier trafen wir noch mal auf Fr. Jäschke vom Generalkonsulat, die uns in bewährt unterhaltsam-informativer Form das jap. Bildungswesen und die Stellung der Frau in der Gesellschaft näher brachte.

Ein Stück Japan in Oberkassel
Ein Stück Japan in Oberkassel

Aber auch die Gründe für Japaner nach Europa, speziell nach Düsseldorf zu kommen, wurden dargestellt.
Soviel scheint klar: das Arbeitsleben in Deutschland ist für viele Japaner pure Erholung gegenüber dem Pensum, dass in Ihrer Heimat zu leisten ist.

Dann ging es einmal quer durch Düsseldorf in die Bonsai-Werkstatt von Hr. Busch, der dort auch das Bonsai-Museum betreibt. Auch dies war ein ausgemacht interessanter Programmpunkt, wie ich fand.

Wissenwertes über Bonsai
Wissenwertes über Bonsai

Merke: Wenn du deinen Bonsai überlebst, hast du was verkehrt gemacht.

Dann ging es noch mal quer durch Düsseldorf nach Holthausen, wo wir das Drummer Institute besuchten, denn hier stand nun Taiko-Trommeln an.
Diese klassische Form des Trommeln ist sehr laut, schweißtreibend und macht irre viel Spaß wie ich erfahren habe 🙂

Macht richtig Spaß :-)
Macht richtig Spaß 🙂

Wir bekamen auch noch eine kleine Vorführung in Sachen Taiko-Trommeln:

Und so sieht das aus, wenn beim Japantag 2016 in Düsseldorf getrommelt wird.

Der Abend klang dann mit einem ausgezeichneten ital. Essen im Carissima in der Oberkasseler Luegstraße aus. Sehr leckeres Essen gepaart mit sehr nettem Service.

Wie es weiterging mit dem Bildungsurlaub, das erfährst hier auf theblueline.de 🙂

Bilder

Alle meine Bilder findest du in meinem flickr-Album.

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

5 Gedanken zu „Bildungsurlaub in Düsseldorf: mehr wissen über Japan“

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