Zu Gast in der Jugendherberge Düsseldorf

Jugendherberge Düsseldorf title

Mitte August reiste ich nach Düsseldorf um dort einen Bildungsurlaub zu machen. Im Angebot enthalten war die Übernachtung in der Jugendherberge Düsseldorf und ich hatte ein Einzelzimmer gebucht.

So reiste ich dann nach Düsseldorf und entschloss mich ein Taxi vom Hauptbahnhof zur JuHe zu nehmen. Es war warm und ich war recht schwer bepackt 🙂
Kostete übrigens so 15 Euro und war es allemal wert.

Ansicht bei der Ankunft
Ansicht bei der Ankunft

Die Lage

Die JuHe liegt in Oberkassel direkt an der Rheinkniebrücke und bietet vom Außenbereich tatsächlich zum Teil Rheinblick. Man kommt aber auch mit dem ÖPNV vom Hauptbahnhof über den Belsenplatz bis direkt vor die JuHe. Wem einige Minuten Fußweg nichts ausmachen, der kann auch schon am Luegplatz aussteigen und am Rhein entlang zur JuHe schlendern.

Ansonsten liegt die JuHe an zwei recht gut befahrenen Straßen. Da hilft es auch nix, dass nach hinten raus der Rhein ist.

Die Lobby ist weitläufig und bietet neben der Rezeption ein kleines Bistro, einen kleine Shoppingbereich mit Getränken und Snack, einen Kicker, ein Businesscenter und eine Menge Möglichkeiten sich nieder zu lassen.

Die Lobby mit Rezeption, Bistro usw. ist großzügig gestaltet
Die Lobby mit Rezeption, Bistro usw. ist großzügig gestaltet

Der Check in

Der Empfang war freundlich und ging flott. Wichtigster Inhalt: Bei der Abreise Betten abziehen und zusammen mit den Handtüchern runter bringen. JuHe halt 🙂

Das Zimmer 223

Jugendherberge Düsseldorf Zimmer 223So bestieg ich also den Aufzug, fuhr ins 2. OG und wandelte dann durch einen langen Flur bis zu meinem Zimmer. Der erste Eindruck: sehr warm (Sommer und die Sonne steht ab Mittags voll auf dem Fenster) und schörkellos, bis auf die Bilder über dem Bett.

Das Zimmer machte einen sehr sauberen Eindruck.

Der Teppichboden ist sehr dunkel und meliert. Eine Kombi der ich persönlich nicht traue und froh bin, dass ich immer Puschen dabei habe.

Die Zimmerausstattung

  • Zwei Betten (zu kurz) und meine Matratze hatte die besten Zeiten wohl lange hinter sich

    Leider war die Matratze mehr als durchgelegen
    Leider war die Matratze mehr als durchgelegen
  • Kleiderschrank, für den es auch einen Schlüssel gab, in ausreichender Größe
  • Schreibtisch mit Stuhl
  • zweiter Stuhl
  • Flatscreen-TV (Die Fernbedienung gab es gegen 10 Euro Pfand an der Rezeption. Wurde beim Check in nicht erwähnt)

Die einzig zugängliche und freie Steckdose befand sich in der Ecke links neben dem Schreibtischchen.

Die Beleuchtung ist zweckmäßig und die Schalter da, wo man sie braucht.

Eine Klimaanlage gab es nicht. Die Belüftung ließ sich einzig über das bodenlange Fenster oder den kleinen Lüftungsschlitz regeln. Für das bodenlange Fenster brauchte man einen Schlüssel, den man gegen Unterschrift an der Rezeption holen konnte und sofort zurückgeben musste. Hatte beim Empfang auch niemand drauf hingewiesen. Habe ich zwei mal gemacht, bis das House Keeping es dann offen ließ.
Der Lüftungschlitz vermittelte auf mich sowas wie JVA-Charme.

Und lag auch der Knackpunkt bei meinem Aufenthalt. Nachts hatte man die Wahl zwischen Schwitzen ohne Straßenlärm oder Kühle mit Straßenlärm. Und das ging allen so, mit denen ich gesprochen habe.

Das Bad

Das Duschbad ist separat untergebracht und machte einen sauberen Eindruck.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig war die Mischbatterie, die mehr als träge reagiert. Da ist Vorsicht geboten.

Die Lüftung ist sozusagen geräuschlos. Das liegt vor allem daran, dass es sich um ein passives Lüftungsverfahren zu handeln scheint. Badezimmmertür auf und bodenlanges Fenster auf war unabdingbar, sonst ging da nicht wirklich was.

Die Ausstattung

  • Dusche
  • Waschbecken

Gut gefallen hat mir die ausreichende Ablagefläche.

Das WC

Ist separat untergebracht und verfügt über ein kleines Waschbecken. Auch hier war es sauber.

Das Frühstück

Das wird im Speisesaal angeboten. Es gibt regelhaft 3-4 Sorten Wurst, Käse, Cerealien und Brötchen. Auch Obstsalat und verschieden Jogurts werden angeboten.
An manchen Tagen gibt es sogar Rührei, Würstchen, Frikadell, Frühlingsrällchen und so. Am besten mal fragen, wann das jeweils statt findet.

Frühstücksauswahl (Ausschnitt)
Frühstücksauswahl (Ausschnitt)

Lobend erwähnen muss ich hier aber den Kaffeeautomaten, der einen wirklich vernünftigen Kaffee bietet.

Das Bistro

 

Die JuHe bietet in der Lobby ein kleines Bistro und dort gibt es auch Gezapftes (Frankenheimer Alt und Warsteiner Pils) zu zivilen Preisen.

WLAN

Wird für Gäste bis 27 Jahre umsonst angeboten. Wenn man älter ist, zahlt man 1,50 € / h.
Eine meiner Mitstreiter berichtet, dass das WLAN langsam sei und er immer wieder rausgeflogen ist. Ich habe ihm einen Hotspot geöffnet 😉

Fazit

Europas modernste Jugendherberge ist, soweit ich das sehe, mit dem Zimmrangebot durchaus mit vielen Hotels vergleichbar, auch wenn die Unterkunft im Herzen doch eine Jugendherbe geblieben ist.

Die Mitarbeiter sind nett und hilfsbereit auch wenn es mal stressig scheint.

Hotel-Information

Jugendherberge Düsseldorf (4sq)
City Hostel
Düsseldorfer Str. 1
40545 Düsseldorf
Tel: +49 – 211 – 557310
duesseldorf.jugendherberge.de

Tipps im Umfeld

Gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite befindet sich ein Kiosk, sogar in der Deluxe-Version; jedenfalls heißt der so 🙂
Direkt vor der Tür halten die Buslinien 835 und 836.
Einige Fußminuten den Rhein runter kommt man zum Luegplatz, wo u.a. ein Supermarkt ist.
In der JuHe bietet man einen guten Umgebungsplan an.

Mehr Bilder

Alle meine Bilder findest du in meinem flickr-Album.

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

Ein Gedanke zu „Zu Gast in der Jugendherberge Düsseldorf“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.