Baeckeoffe, der Eintopf aus dem Elsass

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Die Winterzeit ist ja auch eine Zeit, in der Eintopf, Stew, Cassarole oder wie immer ihr auch dazu sagen wollt, hoch im Kurs stehen; denn dem Reiz einer leckeren, warmen Mahlzeit kann sich kaum jemand wirklich entziehen.

Heute will ich hier mal einen traditionelle elsässischen Eintropf vorstellen, den Baeckeoffe oder auch Baeckoffe. Verschiedene, marinierte Sorten Fleisch und Gemüse at it’s best, wie ich meine.

Gut sieht er aus, der Baeckeoffe
Gut sieht er aus, der Baeckeoffe

Zutaten

Benötigt wird ein Tontopf, in dem der Garvorgang abläuft. Du kannst auch einen Römertopf nutzen.

  • 300 g Schweinefleisch
  • 300 g Rindfleisch
  • 300 g Lammfleisch
  • 1 Fl. Weißwein, herb, aus dem Elsass; gerne einen Riesling
  • 1 kg Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel
  • 2 große Möhre
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Bund Petersilie
  • Pfeffer
  • Salz
  • 4 Lorbeerblätter
  • Thymian (am Besten frisch)
  • Gewürznelken

Zubereitung

Am Vortag das Fleisch würfeln (so wie Gulasch), die Möhren in grobe Scheiben schneiden, Knoblauch und Zwiebeln schälen (diese mit den Gewürznelken spicken) und zusammen mit dem Lorbeer, dem Thymian, Pfeffer und Salz in eine Schüssel geben. Dann mit dem Weißwein übergießen und ab damit in den Kühlschrank.

Rustikal und lecker
Rustikal und lecker

Am nächsten Tag dann noch die Kartoffeln schälen und würfeln sowie das Lauch in Ringe schneiden.
Die Marinade abgießen (aufbewahren) und die Gewürze rausnehmen.
Dann das eingelegte Fleisch und die anderen Zutaten in den Tontopf geben und gut salzen und pfeffern. Dann das Ganz noch mit der durchgeseihten Marinade übergießen.
Im Ofen dann für 2,5 – 3 Stunden bei 160°C (Umluft), bzw. 180°C (Backofen) garen lassen.
Es macht auch nix, wenn dieser Eintopf im warmen Ofen ein halbes Stündchen auf seinen Verzehr wartet 😉

Tipp zum Anrichten

Die gefüllten Teller kannst du noch mit Petersilie überstreuen.
Als Getränk empfiehlt sich ein Riesling oder auch ein Pinot Gris. Und wenn du keinen Wein magst, dann schmeckt ein Lagerbier ebenfalls gut dazu.

Die Namensgebung

Der Name leitet sich vom Bäckerofen ab, in dem das Gericht früher zubereitet wurde.
Die Hausfrauen nutzen die Restwärme vom Backen des Brotes um das Gericht im Tontopf zu garen.

Fazit

Die Zubereitung dauert ziemlich lange aber lohnt sich auf jeden Fall und ich wünsche schon mal leckeren Genuss bei der Zubereitung.

Du und dein Baeckeoffe

Wenn du schon Baeckeoffe zubereitet oder gegessen hast, hinterlasse doch gerne einen Kommentar hier. Gerne auch mit deinem speziellen Rezept für dieses Gericht.

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

4 Gedanken zu „Baeckeoffe, der Eintopf aus dem Elsass“

  1. Das habe ich vor Jahren mal für eine Party gemacht, in meinem knapp 9 Liter fassenden Bräter. 🙂

    Blieb nichts übrig, ist ja auch super lecker.

    Hast Du den – eigentlich dazu gehörenden – Teigverschluss nicht erwähnt oder nicht gemacht?

    Grüße,
    Frank

  2. Für eine der Wanderungen mit meinen Studienkollegen hatten wir vor einigen Jahren das Elsass als Ziel auserkoren. In der Auberge Schantzwasen haben wir übernachtet und eben auch ein Baeckoeffe gegessen. Mir selbst hat sowohl die Auberge als auch das Gericht außerordentlich gut gefallen wobei das Fleisch für die Filetesser unter uns doch ziemlich fettig und auch etwas zu durchsetzt war. Egal. Meine Empfehlung ist daher: Rund um den Col de la Schlucht eine schöne mehrtägige Wanderung machen und fleißig das dortige regionale Essen und Trinken genießen…;-)

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