Das Barcamp Schweiz 2015, ein Gesamtkunstwerk | #barcampCH

BarcampCH title

Wie der Beitragstitel schon verrät, hat es mir beim diesjährigen BarcampCH, das am 15./16. August in Zürich stattfand, mehr als gut gefallen. Ich blicke auf ein abwechslungsreiches, amüsantes, unterhaltsames, entspanntes, lehrreiches, kommuikatives und genussvolles Wochenende zurück.

Die Anreise mit der Bahn war sehr entspannt und auch die anschließende Fahrt, zum Hotel meiner Wahl, mit der Straßenbahnlinie 3 gestaltete sich in dieser Art. Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte machte ich mich auf den Weg um am warm up des BarcampCH teilzunehmen.

Freitag, der Barcamp-Heiligabend

Das „Vorglühen“ begann in den Räumlichkeiten der Agentur Hofrat & Suess, die nicht weit vom Hauptbahnhof in der Brauerstraße liegt, womit ein ganz extraordinäres städtisches Umfeld gewährleistet ist.

Der Empfang war sehr herzlich, man kennt sich seit Jahren, und das wurde untermauert mit dem Angebot eines kalten Bieres und dem WLAN-Passwort. Das nenne ich mal gepflegte Gastlichkeit.

Hier zapft der CEO noch selber
Hier zapft der CEO noch selber

Nach und nach trafen die Teilnehmer ein und es entspann sich eine nette Runde, die Chips essend, Bier trinkend und munter plaudernd dem gemeinsamen Gang zum Burgeressen entgegensah.

Nach dem kurzen Weg ins „the bite“ wurden wir mit ausgemacht leckeren Burgern verwöhnt, konnten uns an einer gediegenen Bierauswahl laben und hatten eine Menge Spaß miteinander. Und um das ganze noch zu toppen war dieser Event durch Sponsorengelder abgedeckt. Hut ab vor den Herren der Barcamp-Orga.
Tipp: du solltest auf jeden Fall eine Reservierung haben, auch wenn du am Mittag vorbeischauen willst.

Fazit des Freitags: ein gelungener Auftakt!

Sozialmediale Randbemerkung: Bereits um 19:31 hatte der Hashtag #barcampCH die trendig topics bei Twitter gestrümt und wurde auf Position 2 geführt.

Samstag, Tag 1

Am frühen Vormittag trafen die Teilnehmer dann im Karl der Große, direkt am Großmünster, ein, denn der check in stand an. Hier war das Zmorge gerichtet und der Tag begann mit angenehmen Gesprächen in entspannter Atmosphäre.

Pünktlich ging es dann an die Eröffnung mit Sponsorenvorstellung und der obligaten Vorstellungsrunde der Teilnehmer. Aufgabe: Sage deinen Namen und drei Schlagwörter (Hashtags). Ich finde diesen Teil immer besonders spannend 😉
Meine Hashtags waren #lakritz #whisky und #mirgefälltshier und der häufigste genannte Hashtag war eindeutig #und 😉

Dann ging es an die Sessionplanung, die wieder eine bunte Mischung unterschiedlichster Themen bot und auch ich bot zwei Sessions (mit) an, eine Lakritzverkostung und in Kooperation mit Jay und Jens ein Tasteup. Aber dazu unten mehr.

Die Sessionplanung steht: Lasset die Spiele beginnen
Die Sessionplanung steht: Lasset die Spiele beginnen

Samstag, Session 1: Wir sind dann mal im Whisky

Es stand ja zu erwarten, dass die #fanta4 (Jay, Jens, Wolfram und ich) ins Glen Fahrn gehen würden um dort das aktuelle Whisky-Angebot zu inspizieren und Wolfram brauchte auch noch einen Whisky für die abendliche Tasteup-Session, und so fiel die erste Session für uns aus und wir gingen in den Whisky.

Ein Besuch der sich immer wieder lohnt, denn die Sortierung ist gut und auch das Preisgefüge bei eine Teil des Angebotes ist gut.

Samstag, Session 2: Rugby für Anfänger

Sportlich ging es dann weiter mit der Session von @JonasWendler, der uns Rugby und das dazugehörige Regelwerk, näher brachte. Wirklich interessant mal genauer zu erfahren, wo z.B. die Unterschiede zum American Football liegen.

Mittagspause

Eine Besonderheit des BarcampCH und dem Veranstaltungsort, dem Karl der Große, stellt die Tatsache dar, dass das Mittagessen nicht nur im Restaurantbereich eingenommen wird, sondern auch serviert wird. Kenne ich so von keinem anderen Barcamp.

So gab es dann in netter Gesellschaft eine Artischockensuppe mit Zitronengras und Ebli mit einem Gemüse-Tofu-Spieß. Beides sehr lecker, wie ich fand, bis auf den oder das Tofu, das so gar nicht meins ist.
Geschmeckt hat es trotzdem und Beschwerden wegen fehlenden Fleisches gab es eigentlich nur von einer Sponsorenvertreterin. Habe ich erwähnt, dass die Mahlzeiten für die Teilnehmer kostenlos waren?

Samstag, Session 3: Wir lassen Katzen platzen

Beim spielerischen Teil ließ man Katen platzen
Beim spielerischen Teil ließ man Katen platzen

Der @bindermichi führte uns in das Kartenspiel „Exploding Kittens“ ein und man kann es nicht anders sagen, wir hatten einen Heidenspaß daran. Ein wenig Glück und eine gut Portion Strategie sind von Nöten um hier zu gewinnen.

This is a card game for people who are into kittens and explosions and laser beams and sometimes goats. It is a highly-strategic, kitty-powered version of Russian Roulette.

Neugierig? Dann schau dir das Erklär-Video an.

Samstag, Session 4: Baby es gibt Lakritz!

In meiner Eigenschaft als absoluter und uneingeschränkter Herrscher des Lakritzplaneten bot ich eine Lakritzverkostung an, die gerne angenommen wurde. Meinen Bericht dazu kannst du auf Lakritizplanet.de lesen.

Samstag, Session 5: ein spontaner Burgertest

Ganz kurz entschlossen verließen wir in einer kleinen Gruppe dann noch mal das Barcamp um im Butcher die dort angebotenen Burger zu testen. Ein Versuch der sich gelohnt hat, denn das Ambiente ist angenehm, die Burger waren lecker und nur die angebotenen Limonaden (ich hatte Holunder) waren laff und wässrig.

Dann ging es wieder zurück, denn es galt die letzten Vorbereitungen für die Tasteup-Session zu treffen.

Samstag, Session 6: Whisky-Verkostung

Mit Jay und Jens hatte ich ja zu einer Whisky-Session aufgerufen und so fanden sich dann 10 Whisky-Interessierte mit ihren Whiskys in der Terassenküche des Karl ein um gemeinsam zu verkosten und über Whisky zu philosophieren, was wir dann auch angemessen taten.

Erste Erwägungen zum Lineup werden ausgetauscht
Erste Erwägungen zum Lineup werden ausgetauscht

Das Lineup war durchaus spannend und detailierte Infos dazu gibt es in Kürze auf tasteup.de.

Fazit des Samstag: viel Rahmenprogramm aber zwei Session gehalten = schön aber anstrengend 🙂

Sonntag, Tag 2

Auch dieser Barcamp-Tag begann mit dem leckeren Zmorge in zunehmend geselliger Runde im Karl und der sich anschließenden Sessionplanung, die wieder eine bunte Mischung an Angeboten offerierte.

Die Anzahl der Teilnehmer ist am Sonntagmorgen erfahrungsgemäß reduziert und steigert sich im Laufe des Vormittages durchaus. Das so ein Barcamp also sehr anstrengend sein kann, beweist auch diese Momentaufnahme vom Sonntagvormittag.

Ja, so ein Barcamp ist schon richtig harte Arbeit
Ja, so ein Barcamp ist schon richtig harte Arbeit

Sonntag, Session 1: Old School Blogging

Eine spannende Session von @dunkelangst, der mit scheinbar radikalen Ansichten (ich will nicht bei Google gefunden werden) immer wieder für kontroverse Reaktionen sorgte. Seinen Blog-Beitrag zu seiner Session kannst du hier lesen.

Sonntag, Session 2: Exploding Kittens, sie verfolgen mich

Unverhofft fand ich mich dann wieder in einer witzigen Runde um den Explodiing Kittens zu frönen. Da ich nun schon die Regeln kannte, hatte ich noch mal deutlich mehr Spaß als am Vortag. Hätte ich nicht mit gerechnet.

Zu Tisch!

Dann war es wieder so weit Platz zu nehmen und sich dem charmant servierten Mittagessen zu widmen. Es gab vorweg einen grünen Salat, denen mit Pfifferlingen gefüllte Ravioli folgten. Sehr lecker, wie ich anmerken möchte.

Sonntag, Session 3: Exploding Kittens oder einer geht noch

Weil es so viel Spaß macht und inzwischen schon runnig gags kursierten („an eine geheime Stelle deiner Wahl, NICHT mischen!“) war es fast unvermeidlich, dass ich wieder am Spieltisch landete 😉

Sozialmediale Randbemerkung: Der Hahtag #barcamp CH ist immer noch in den schweizer terndic topics (Tweet).

Sonntag, Session 4: Periscope, dein Live-Stream für die Hosentasche

Mit Periscope hatte ich erstmalig am Vorabend während Whisky-Session zu tun bekommen. Da wurde mal eben mit dem Handy live gestreamt und das unter ausschließlichem Einsatz des Smartphones. Hat mir imponiert. Da traf es sich prima, dass @gregorfroehlich und @chhbossert eine Session dazu anboten. Nun weiß ich nicht nur, wie es geht, sondern sage auch nie mehr periscopen, sondern scope ab sofort nur noch.

Sonntag, Abschlusssession

Die Drei (Organisatoren) vom BarcampCH (v.ln.r.): Thomas Gemperle, Marc Suess, Clemens-Maria Schuster
Die Drei (Organisatoren) vom BarcampCH (v.ln.r.): Thomas Gemperle, Marc Suess, Clemens-Maria Schuster

Unvermeidlich kommt das Ende eines jeden Barcamps und damit die Abschlusssession. Raum für Lob und Kritik, Anregungen und Danksagungen. Aber es gab auch kritische Worte, so z.B. im Bezug auf die berüchtigten „no shows“. Ich habe da ja eine eindeutige Haltung:
no show = no go!

Ich empfehle in diesem Zusammenhang auch unbedingt den Beitrag von Jens.

Mein Fazit

  • Bravuröse Leistung der Organisatoren.
  • Das Karl der Große ist eine geile Location in zentraler Lage, mit schönen Räumen, die auch noch eine tollen und netten Service bietet und das Essen ist ebenfalls lecker.
  • Das Wifi hat schnell und stabil funktioniert. Und das sogar bei der Periscope-Session, wo jede Menge Leute streamten.

Danksagung

Vorab gilt mein Dank dem Orgateam, das sich mit großem Einsatz um die Vorbereitung und Durchführung kümmerten. Ihr habt einen tollen Job gemacht!

Neben den Organisatoren braucht so ein Barcamp auch Sponsoren, denen ich hiermit offiziell dafür danken möchte, dass sie mir und uns allen die kostenlose Teilnahme an diesem Event ermöglichten:
ferienpiraten-logo2
logo-schreibwerkstatt buch-und-netz
hostpoint logo-swico
RZ_IT&Business_Logo_small LeShopMigros_NewLogo_1024px_RGB
admiral-cx-logo
karl-der-grosse hofrat-suess openbyte
Danke aber auch allen Teilnehmern, die aktiv dazu beigetragen haben, dass ich ein bemerkenswertes, entspanntes und teilweise verspieltes Wochenende verleben konnte.

Wir sehen uns. 2016. Beim BarcampCH!

Bilder

Mehr Bilder von diesem Event findest du in meinem flickr-Album.

Das schreiben andere:

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

5 Gedanken zu „Das Barcamp Schweiz 2015, ein Gesamtkunstwerk | #barcampCH“

  1. Hoi Christian,

    vielen dank für die Erwähnung in deinem Artikel. Eigentlich habe ich meine persönliche Einstellung zu Google nur in einem Nebensatz erwähnt. Leider wurde durch provokantes Nachfragen dieser Nebensatz irgendwie hochgekocht…

    Meine Einstellung fand ich gar nicht so kontrovers; halt nur Old School. Ich finde es einfach richtig gute und Mühevoll geschriebene Blog Artikel zu kommentieren anstatt nur 140 Zeichen auf twitter zu hinterlassen, die von der Timeline geschluckt werden. Auch sind in meinen Augen Blogartikel zeitaufwändiger als ein paar stumpfe tweets, daher werte ich eine Blog Publizierung und echte Kommentare auch deutlich höher als einen Tweet.

    Und daher lasse ich es mir auch nicht nehmen, dir für diesen Beitrag und für deinen Trackback zu danken: Danke Dir!

    Viele Grüsse

    1. Hallo Helmut,

      ja, es ist erstaunlich, was so ein beiläufiger Nebensatz so auslösen kann. Aber mal ganz ehrlich, für die meisten ist diese Haltung ja auch starker Tobak 😉
      Schade fand ich dann aber doch, dass diese Nachfragen dazu führten, dass du weniger Zeit für deine angedachten Inhalte hattest. Aber so kann es schon mal gehen.

      Ich hatte auf jeden Fall die Gelegenheit einen Blick in deine Blog-Strategien zu werfen, was ich spannend fand. Danke dafür.

      Bis zum nächsten Mal

      Christian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.