Die Destillen der Isle of Islay: Caol Ila | #visitScotland #Islay #whisky

SONY DSC

Eine Destillerie, die ich auf keinen Fall bei meinem Besuch auf Islay verpassen wollte, war Caol Ila. Und so begab ich mich in den abgelegenen äußersten Nordosten der Insel um mir dort einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

Zu Besuch bei Caol Ila
Zu Besuch bei Caol Ila

Die Gebäude der Destillerie gehören in meinem Auge zu den Bausünden der 70er und von außen bietet sich dem Besucher eine eher triste Fassade.

Dafür wird man aber entschädigt, da man einen tollen Blick auf die Isle of Jura mit den „three Paps“ hat und der Seenotrettungskreuzer der in dem Sund vor Anker liegt, ist ein beliebtes Fotomotiv.

Das Visitor Center bei Caol Ila

Es gehört zu den kleinsten seiner Art auf Islay und wenn 20 Mensch auf einmal drin sind, ist es sicher voll. Das Interieur ist sparsam aber der Empfang freundlich und warmherzig.
Schnell lernt man auch „Sushi“ kennen, eine schwarze Katze, die es sich zur Aufgabe gemacht hat die Besucher zu begleiten

Sushi, die Katze
Sushi, die Katze

Pünktlich sammelte dann Justina, die uns führte, ihre Mannen um sich und unsere Tour begann.

Die Distillery Tour bei Caol Ila

Justina führte unsere Gruppe von 8 Leuten (wir kannten uns alle bereits von anderen Destillerie-Touren; Islay ist halt wirklich eine Insel) in die Produktionsräume, die die am meisten industrialisierten auf Islay sind. Dabei merkte Justina schnell, dass wir alle erfahrene Destillerie-Besucher waren, reagierte sehr professionell und humorvoll und hielt diesen Teil recht kurz. Zu sehen gab es da auch nicht so viel, wie das in anderen Destillen der Fall ist. Aber man erfährt eine Menge interessantes über die Herstellung, so z.B., dass bei Caol Ila Hefe zugesetzt wird und auch die Tatsache, dass ein Großteil der Produktion zum Verschnitt bestimmt ist.

Bemerkenswert war das abschließende Tasting, für das sich Justina viel Zeit nahm.
Nicht nur, dass sie uns wirklich fachkundig und amüsant informierte, sie verstand es auch uns alle einzubinden; wirklich sehr gut gemacht.
Die Auswahl der 5 dargebotenen Whiskys war bemerkenswert gut und einen davon brachte sie uns in Form eine Blindverkostung nahe, die allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat. Krönender Abschluss war das Tasting des „Mystery“, dessen Geschichte ich hier aber nicht erzählen will um niemandem die Spannung zu nehmen.

Verkostung bei Caol Ila mit Justina
Verkostung bei Caol Ila mit Justina

Natürlich nahm auch Sushi, auf dem Schoß eines Teilnehmers, an dem Tasting teil 🙂

Die Tour kostet 6 £ und dauerte ca. 2 Stunden. Das Fotografieren ist in den Produktionsbereichen nur in begrenztem Umfang erlaubt.

Ich kann diese Tour wirklich empfehlen, rate jedoch davon ab Caol Ila als erste Destille zu besuchen, da sie nun wirklich nicht dem typischen Bild eine Destille auf Islay entspricht und der Produktionsprozess dem Besucher nicht so nahe kommt, wie das z.B. bei Bruichladdich oder Kilchoman der Fall ist.

Noch ein Hinweis für Kunden der Telekom: Die Netzverbindung hier ist, selbst in der Destille, ganz ausgezeichnet.

Links

Bilder

Alle meine Bilder findest du in meinem flickr-Album.

 

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.