Über den Dächern von Rottweil: ein Besuch auf dem Hochturm

Blick über das historische Rottweil
Der Hochturm streckt sich 54 Meter in den Himmel
Der Hochturm streckt sich 54 Meter in den Himmel

Die Überschrift darf wörtlich genommen werden, denn wenn man Rottweil mal von oben sehen will, sich aber keinen Hubschrauber leisten kann und auch nicht warten will, bis der Testturm irgendwann mal steht, dem ist die Besteigung des Hochturms dringend empfohlen.

Der Hochturm, ein staufischer Buckelquaderturm, steht an Rottweils höchster Stelle, die 640 m. ü. NN liegt, und misst selber noch mal 54 Meter. Erbaut wurde er im 13. Jahrhundert und diente seinerzeit als Wach- und Gefängnisturm.

Er bildet die westliche Spitze der alten Wehranlagen und auch heute findet man noch ganz in der Nähe Reste der alten Stadtmauer.

Aber vorher gilt es sich den Schlüssel zu besorgen. Den bekommt man entweder in der Touristen-Information am alten Rathaus (Hauptstraße 21, bitte die Öffnungszeiten beachten) oder man kann ihn am Wochenende zw. 10:00 Uhr und 17:00 Uhr im Dominikaner Museum ausleihen. Kostet einen Euro (UPDATE August 2017: inzwischen auf 2 Euro angehoben) und ist das Geld allemal wert.

So ausgerüstet kann man nun die Hochturmgasse hoch gehen um dann die ca. 250 Stufen zu bewältigen, die einen auf die achteckige, spätgotische Aussichtsplattform des Hochturms führen. Diese wurde im Zuge der Erweiterung des Turmes im Jahre 1556 hinzugefügt.

Auf dem Weg nach oben kann man noch eine alte Gefängniszelle entdecken, es finden sich Grundrisse und Aufrisse des Turms und andere schöne Details.

Auf einer Höhe von dann annähernd 700 Metern hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und das Rottweiler Umland mit dem Neckartal, den bewaldeten Keuperhöhen, der Schwäbische Alb und das Schwarzwaldvorland.

Fazit: der Aufstieg lohnt 🙂

Blick über das historische Rottweil
Blick über das historische Rottweil

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Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

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