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An Bord der MS Sonnenkönigin

Neulich hatte ich ja das Vergnügen mit Nobelpreisträgern über den Bodensee zu schippern. Dabei hatte ich das Glück diesen Tag auf der MS Sonnenkönigin zu verbringen, einem Fahrgastschiff der besonderen Art, mit Heimathafen Bregenz.

Schon im Vorfeld hatte ich einen Blick auf die Homepage des Betreibers geworfen und konnte dort feststellen, dass die MS Sonnenkönigin mit vielen althergebrachten Attributen von Fahrgastschiffen bricht.

MS Sonnenkönigin beim Einlaufen im Hafen von Lindau

MS Sonnenkönigin beim Einlaufen in Lindau

Nicht klassisches Weiß bestimmt die Farbgebung, sondern sie ist ganz in einer silbergrauen Lackierung gestaltet, die Metallic-Effekte aufweist.
Und auch die Linienführung der Aufbauten hat so gar nichts mit dem zu tun, was ich sonst von Fahrgastschiffen gewohnt bin. Das Design wirkt auf mich wahrhaft futuristisch und hat auch schon zu kontroversen Diskussionen geführt, wie ich von der Schiffsführung erfahren habe. Mir jedenfalls gefällt es.

Der Innenausbau ist auf drei Decks ganz darauf ausgerichtet Platz und Möglichkeiten zu bieten auch große Veranstaltungen zu beherbergen, denn das ist der eigentliche Zweck der MS Sonnenkönigin; sie ist ein Eventschiff. Bereits beim Betreten stellt man fest, dass der Innenraum von einem dreistöckigen Saal dominiert wird, der in den einzelnen Decks von Galerien umgeben ist. Zwei Aufzüge machen das Erreichen der Decks auch für Menschen mit Handicap möglich.

MS Sonnenkönigin, ein schwimmender Festsaal

MS Sonnenkönigin, ein schwimmender Festsaal

Das Unterdeck beherbergt die sanitären Anlagen und man ist dort ausgestattet mit allem Nötigen um auch richtig große Veranstaltungen beherbergen zu können und den Gästen alle Annehmlichkeiten zu bieten.

Auch die Außenbereiche sind sehenswert. Am Bug befindet sich ein kleines Sonnendeck auf dem man auch an windigen Tagen ein geschütztes Plätzchen findet und das gesamte Oberdeck wird sozusagen als Aloha-Deck genutzt, mit Bar, Sitzgruppen und Sonnenschirmen. (Letztere sind allerdings während der Fahrt nicht geöffnet.)

Auch ein Blick auf die Brücke lohnt sich und ich hatte das Vergnügen vom diensthabenden Offizier dort begrüßt zu werden und auch nautische Informationen aus erste Hand zu erhalten.

MS Sonnenkönigin Blick von der Brücke beim Anlegen auf der Mainau

MS Sonnenkönigin Blick von der Brücke, Ansteuerung der Insel Mainau

Neben der Brücke, natürlich voll digital, sind auch zwei ausfahrbare Außensteuerstände vorhanden, um die oft nicht einfachen Manöver in den Häfen rund um den Bodensee sicher durchzuführen.
Nebenbei bemerkt sind lediglich vier Besatzungsmitglieder notwendig die MS Sonnenkönigin auf dem See zu bewegen.

Imposant sind auch die technischen Daten dieser Königin des Bodensees:

  • Gewicht: 950 t
  • Länge: 70 m
  • Breite: 15 m
  • Höhe: 11 m
  • Tiefgang: 2 m
  • Höchstgeschwindigkeit:  16 kn
  • Reisegeschwindigkeit: ca. 10 kn
  • Antrieb: 2 x 900 kW
  • Stromversorgung: 3 x 370 kW

Zugelassen ist die MS Sonnenkönigin für 1000 Personen (incl. nautischer Besatzung und Servicemitarbeitern).

Noch ein Wort zum Catering: Der Service an Bord ist aufmerksam, schnell und freundlich und die Qualität der angebotenen Speisen hervorragend, soweit ich das erlebt habe.
Verantwortlich dafür ist der Caterer MO, der ebenfalls in Österreich ansässig ist.

Mehr Bilder findest du in meinem flickr-Album.

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