Mal angeschaut: der ADAC Postbus #CMT14

ADAC Postbus title

Bei meinem Besuch der CMT 14 in Stuttgart, hatte ich die Chance mir mal den ADAC-Postbus in Augenschein zu nehmen. Wie andere Anbieter auch werden von ADAC / Post Busfahrten alternativ zu Bahnfahrten oder dem Auto angeboten.

Direkt vorm Eingang Ost der Messe Stuttgart hatte der ADAC Postbus seinen Auftritt.

Der ADAC-Postbus
Der ADAC-Postbus

Die Post bietet in Kooperation mit dem ADAC, wie erwähnt, Liniendienste quer durch Deutschland an. Start des Angebotes war der November 2013.
Da ich meine Reisen in Deutschland regelhaft mit der Bahn mache wollte ich mich doch mal erkundigen, ob der ADAC Postbus auf der einen oder anderen Strecke eine Alternative darstellen kann.

ADAC Postbus mit nettem Service
ADAC Postbus mit nettem Service

Die beiden Damen die den Bus betreuten waren sehr nett und haben mir meine Fragen alle beantwortet.

Der Sitzkomfort

Die in schwarz und gelb gehaltene Innenausstattung mutete auf mich an wie ein ganz normaler Reisebus.

Der ADAC Postbus von innen
Der ADAC Postbus von innen

Die Sitzreihen sind ein wenig gegeneinander versetzt und die gangseitigen Sitze lassen sich zum Gang hin ausstellen. Die Sitze haben den „handelsüblichen“ Abstand und für Menschen über 1,90 Meter, wie mich, ist das nicht wirklich komfortabel. Wenn dann noch der Vordermann die Rückenlehne nach hinten klappt, ist endgültig Schluss mit lustig.
Lediglich in der letzten Reihe gibt es drei (!) Sitze, die über eine ausreichende Beinfreiheit verfügen.

In der hinteren Reihe gibt es Beinfreiheit
In der hinteren Reihe gibt es Beinfreiheit

Die kann man übrigens reservieren. Diese Reservierung ist für ADAC-Mitglieder kostenlos.

Unterhaltung und Snacks an Bord

An Bord werden heiße und kalte Getränke sowie süße und salzige Kleinigkeiten angeboten, zu durchaus moderaten Preisen (Angebot). Es gibt eine Toilette und ein Unterhaltungsprogramm (WLAN) ist ebenfalls geboten. Es umfasst Filme, Musik und Magazine. Das kann man über seinen Browser nutzen oder auch die entsprechende App für Android oder iPhone laden. Für die volle Nutzung muss man sich registrieren.
In jeder Sitzreihe ist eine Steckdose vorhanden.

Sicherheit

Alle Plätze sind mit Drei-Punkt-Gurten ausgestattet. Es sind immer zwei Fahrer an Bord, die sich abwechseln.

Angebotene Strecken

Es werden derzeit noch nicht wirklich viele Strecken angeboten und die werden oft auch nur einmal am Tag angeboten aber das Angebot soll ausgebaut werden. Ein Zustand, der auch bei Mitbewerbern zu finden (z.B. der IC-Bus der Bahn.) ist.

> BerlinLeipzig
> Berlin – Leipzig – Erfurt – Frankfurt – Mannheim – Karlsruhe – Stuttgart
> Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
> Bonn – Köln – Dortmund – Bielefeld – Hannover – Braunschweig – Magdeburg – Berlin
> Bremen – Hamburg – Berlin
> Dortmund – Essen – Köln – Bonn – Frankfurt – Nürnberg – München
> Dortmund – Essen – Köln – Frankfurt
> Dortmund – Essen – Köln – Frankfurt – Nürnberg – München
> DresdenBerlin
> Duisburg – Düsseldorf – Köln – Frankfurt
> Duisburg – Düsseldorf – Köln – Frankfurt – Mannheim – Stuttgart – München
> Duisburg – Essen – Dortmund – Bielefeld – Hannover – Braunschweig – Magdeburg – Berlin
> Düsseldorf – Bochum – Dortmund – Bielefeld – Hannover – Braunschweig – Magdeburg – Berlin
> Düsseldorf – Köln – Frankfurt – Nürnberg – München
> Frankfurt – Mannheim – Karlsruhe – Stuttgart – Augsburg – München
> Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – München
> HamburgBerlin
> Hamburg – Hannover – Göttingen – Kassel – Frankfurt – Mannheim – Karlsruhe – Stuttgart – Augsburg – München
> Hannover – Magdeburg – Berlin
> LeipzigDresden
Quelle

Die Fahrzeit

Die Fahrzeiten erscheinen mir irgendwie recht lang, was aber daran liegen mag, dass ich selber eher selten große Strecken mit dem Auto bewältige. Also Montagmorgens von Stuttgart-Flughafen (07:00 Uhr) bis nach Berlin (18:30h) braucht man 11,5 Stunden; lt. Fahrplan.
Der Routenplaner von Goggle berechnet die Strecke mit knapp 6 Stunden.
Die Bahn meint sie könne das zwischen 07:08h und 13:25 mit zweimaligem Umsteigen schaffen. Kostet dann 142,00 Euro.

Der Preis

Die Preise sind attraktiv und man sollte prüfen, ob die jeweilige Reise auch mit dem ADAC-Postbus gemacht werden kann.
Leider wird einem der Preis erst genannt, wenn man im Buchungsvorgang ist. Ein Manko, an dem nachgebessert werden sollte.
Für die oben genannte Fahrt von Stuttgart-Flughafen nach Berlin hätte z.B. nur 19,99 Euro gekostet.

Schwerbehinderte (GdB > 50%) können von einer Person kostenlos begleitet werden. Ein sehr löbliches Angebot.

Gegen eine Gebühr von 10 Euro kann man Sperrgepäck oder ein Fahrrad mitnehmen.

Das Image-Video

Fast klar, dass es auch ein Video gibt, mit dem der ADAC Postbus für sich wirbt.
https://www.youtube.com/watch?v=cNuqqb1zHDY

Fazit

Das Steckennetz entspricht aktuell nicht meinen Bedürfnissen, aber das kann sich ja noch ändern.
Ein Nachteil gegenüber der Bahn den ich sehe, ist die Möglichkeit sich in der Bahn Bewegung verschaffen zu können. Dafür ist der Bahnpreis meiner „Teststrecke“ aber mehr als 600% teurer.

Alle Bilder vom ADAC Postbus findest du in meinem flickr-Album.

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

2 Gedanken zu „Mal angeschaut: der ADAC Postbus #CMT14“

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