Besuch einer Whisky-Verkostung: Gute Vorbereitung ist alles

Mein Favorit, das Fass, an dem ich meine Tastings machte

Nachdem ich mit den Jungs so einige Whisky-Verkostungen mitgemacht und auch selber organisiert habe, konnte ich feststellen, dass man gut beraten ist, sich angemessen auf so ein Tasting vorzubereiten.
Ziel ist es ja, sich genussvoll dem Whisky zu widmen und nicht, sich mit manchen Unzulänglichkeiten die einem begegnen können herum zu ärgern 😉

Nachdem man sich entschlossen hat, ein Tasting zu besuchen ist oft die Planung der An- und Abreise von Nöten.

Die An- und Abreise

Das ist für die Anreise noch recht einfach.
Für die Abreise verbietet sich ja der eigenen Wagen und man ist gut beraten sich von einem Freund / Bekannten abholen zu lassen.
Alternativ bietet sich ein Taxi an, wenn die Distanzen nicht zu groß sind. Wenn möglich sollte man seine Mietdroschke bereits im Vorfeld fest terminieren und buchen, da gerade in ländlichen Gegenden die Wartezeiten auf ein Taxi recht lang sein können.
Ggf. kommt auch der ÖPNV oder die Bahn für die Heimfahrt in Frage. Hier sollten vorher die möglichen Verbindungen bekannt sein und wenn machbar auch schon ein Fahrschein erworben sein.
So sollte man entspannt nach Hause kommen 🙂

Eine Grundlage schaffen

Nach meiner Erfahrung ist es sehr sinnvoll für eine „solide Grundlage“ zu sorgen. Hier sollte man im Rahmen der Anfahrt zum Tasting wenn möglich eine Mahlzeit einplanen.

Bei der Verkostung

In den allermeisten Fällen ist es so, dass die Verkostung moderiert wird und der oder die Vorstellende hat auch das Line-up festgelegt. Dem kann man im Regelfall vertrauen, auch wenn man im Einzelfall mal anderer Meinung sein kann.
Ich es habe auch schon erlebt, dass die Verkostung nicht moderiert wurde. Dabei war zwar ein LIne-up vorgeschlagen, dass wir aber geändert haben.
Ach ja: wenn man einen Whisky bereits kennt, kann man durchaus darüber nachdenken, diesen auszulassen. Es wird auch so genug zu verkosten geben 😉
Es gab auch schon den Fall, dass man gebeten wurde sein Tastingglas selber mitzubringen (VHS Whisky-Seminar).

Die Rolle des Wassers bei der Verkostung

Ganz wichtig bei so einer Verkostung ist nach meinem Verständnis die Versorgung mit Wasser.
Einerseits um die verkosteten Whiskys auch einmal verdünnt zu versuchen; da ist man immer wieder mal überrascht, was einige Tropfen Wasser bei Geruch und Geschmack ausmachen können.
Zur Dosierung eignet sich eine Pipette, die es in unterschiedlichsten Ausführungen gibt, hervorragend. Es geht aber auch ein einfacher Strohhalm, mit dem man ebenfalls prima dosieren kann.
Andererseits ist es wichtig, Wasser zu haben. Und das hat unterschiedliche Gründe:

  1. Alkohol entzieht dem Körper Wasser und muss ersetzt werden.
  2. Zwischen den einzelnen Whiskys sollte man den Mund gut spülen, um dem nachfolgenden Whisky eine Chance zu geben.
  3. Mir ist es auch schon passiert, dass es nicht zu jedem Whisky ein neues Glas gab. Auch da ist es hilfreich, wenn man das Glas zwischen den einzelnen Kandidaten ausspülen kann.
    (Wenn man danach mit einem Papiertuch sein Glas auch noch auswischen kann, ist man ganz weit vorne.)

Den Gaumen neutralisieren?

Es wird ja immer wieder diskutiert, was man zwischendurch essen kann, um die Geschmacksnerven auf den nächsten Whisky vorzubereiten. Die Meinungen dazu gehen auseinander was sowohl den Sinn dieser Vorgehensweise betrifft, als auch was man denn essen sollte oder auch nicht.
Ich persönlich finde einen Apfelschnitz gar nicht schlecht. Andere empfehlen dunkle Schokolade und anderes. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.
Siehe dazu auch den Beitrag von Jens auf tasteup.de.

Whiskyerwerb im Rahmen der Verkostung

Oft hat man die Möglichkeit nach der Verkostung einen Einkauf vor Ort zu machen. Dazu muss man anmerken, dass die Kauflaune nach einigen Whiskys durchaus steigen kann. Auf jeden Fall empfehle ich vor dem Kauf einen Vergleich im Internet zu machen, was Dank Smartphone im Regelfall kein Problem darstellen sollte.
Hilfreich ist auch ein Whisky-Guide, wie er von verschiedenen Autoren angeboten wird. Ich habe mich für das Werk von Michael Jackson entschieden, das zu einem Preis von 24,90 zu erwerben ist. (ISBN 978-3-8310-2122-2)

Abschießend die Liste der Dinge, die ich dabei haben sollte, wenn ich zu einem Tasting aufbreche und weder den Veranstalter noch den genauen Ablauf oder die sonstigen Rahmenbedingungen kenne.

Das Tasting-Kit

  • Tastingglas

    Tastingglas
    Tastingglas
  • 1 Liter stilles Wasser (zum Trinken, Verdünnen und ggf. Ausspülen des Glases)

    stilles Wasser
    stilles Wasser
  • Pipette (alternativ Strohhalm)

    Pipette, Strohhalm
    Pipette, Strohhalm
  • 1 Apfel, geschnitten (man braucht kein Messer und kann sich nach dem Alkoholgenuss nicht verletzten)

    Äpfel
    Äpfel
  • Notizbuch für die tasting notes

    Notizbuch
    Notizbuch
  • Die Whisky-Bibel von Michael Jackson

    Michael Jackson Sachbuch Malt-Whisky
    Michael Jackson Sachbuch Malt-Whisky
  • Papier(taschen)tücher (fürs Glas)

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

Ein Gedanke zu „Besuch einer Whisky-Verkostung: Gute Vorbereitung ist alles“

  1. Hervorragend, jetzt habe ich ja Dank Smartphone immer eine Checkliste dabei 🙂
    Schön geschrieben, mit dieser Vorarbeit steht einem gelungenen Tasting nichts mehr im Wege…
    Ein schönes, kräftiges Brot tut es übrigens auch sehr gut zum Neutralisieren.
    Liebe Grüße
    Jens

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