Verkostung und ein Contest: Laphroaig vs. Lagavulin

Ich war mir ja nicht sicher, welcher meiner beiden Favoriten in Sachen Single Malt nun tatsächlich meine erste Wahl sein sollte und eine „Nebeneinanderverkostung“ stand schon eine Weile auf meiner Wunschliste.
Jetzt hatte ich die Gelegenheit, mich diesem recht diffizilen Thema, in angemessener Form zu nähern 🙂

Ort des Geschehens war das Harp in Rottweil, wo Inhaber Olaf mich und meine Begleitung bereits vor der offiziellen Öffnungszeit begrüßte, damit diese Verkostung in aller Ruhe und in netter Gesellschaft stattfinden konnte.

Dann betraten die beiden „Kontrahenten“ den Ring. In der linken Ecke der Laphroaig und in der rechten Ecke der Lagavulin.
20130502_Harp_laphroyig-vs-lagavulinBeide Kandidaten können für sich in Anspruch nehmen, sehr torfig und „streng“ zu schmecken, wobei der Laphroaig, meiner Meinung nach, noch mal deutlich „medizinischer“ schmeckt, so nach hinten raus, meine ich.
Einen der beiden „lieblich“ zu nennen, ist zwar sehr gewagt, aber im direkten Vergleich ist der Lagavulin sicher deutlich sanfter im Geschmack.

Um den Gemütlichkeitsfaktor noch mehr zu steigern, bot Olaf uns einen Messmer Cigarillo NR. 5 (Sumatra) an, dem wir natürlich zusprachen. Sehr vanillig und sanft.
20130502_Harp_zigarreSo nippten und tranken wir vor uns hin, plauderten über Farben, Gerüche und Geschmäcker, und lernten auch, wo denn der Begriff „on the rocks“ herkommen soll. Da gehen die Meinungen ja auseinander.
Das führte schlussendlich dazu, dass ich nun drei Kieselsteine, original aus dem Shannon, mein Eigen nenne und zukünftig meinen Single Malt gut gekühlt genießen kann, ohne ihn mit Eiswürfeln zu verwässern. Wenn ich das denn wirklich will. Das nenne ich Fortschritt 🙂
20130502_Harp_rocksIm Nachgang kredenzte Olaf noch einen Blanton’s, einen Bourbon aus Kentucky, der mir nicht so zugesagt hat. Für meinen Geschmack mal wieder zu „schnapsig“. Aber noch mal zur Erklärung, ich habe keine Ahnung und entscheide wirklich nur nach meinem Geschmack 😉
Die Flasche ist natürlich nur hübsch zu nennen, so mit der Figur auf dem Verschluss.
20130502_Harp_Blanton-sAuch der letzte zur Verkostung gereichte Kandidat, Jack Daniel’s Tennessee Whiskey (Mr. Jack’s 160 Birthday, limited edition) konnte mich nicht von sich überzeugen. Auch hier gilt, dass die Optik der Flasche aus der Menge heraus ragt.
20130502_Harp_Jack-DanielsAber zurück zum Direktvergleich meiner beiden Favoriten.
Die schlechte Nachricht: es gibt keinen eindeutigen Sieger.
Die gute Nachricht: mir schmecken beide und ich habe nun stimmungsabhängig die Wahl zwischen zwei ganz ausgezeichneten Single Malts 🙂

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

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