Eine Woche Berlin – Tag 7

berlin_logoDer Morgen des letzten Tages brach an wie so ein Morgen anzubrechen pflegt; mit Kofferpacken. Diesmal bereichert durch die Tatsache, dass ich auch noch Pakete packen musste um die Nachwehen des SweetUp und andere Dinge nach Hause zu bekommen.
Sogar mein Kumpel Jay fragte plötzlich etwas kleinlaut, ob ich vielleicht noch einen Karton hätte. Hatte ich … 😉
Glücklicher Weise ist gleich neben unserem Hotel eine DHL-Packstation und Jay dort treuer Kunde.

Nach dem wir ausgecheckt hatten begaben wir uns direkten Weges ins KaDeWe um ein Austernfrühstück zu uns zu nehmen. So trafen wir pünktlich um 10:00 Uhr dort ein, nur um zu erfahren, dass das Objekt unserer Begierde erst ab 12:00 angeboten würde.
Um den ersten Hunger zu stillen gab es alternativ erst mal ein Fischbrötchen. Der Fisch, die Zwiebeln, die Tomate: alles frisch. Das Brötchen altbacken. Alos im Westen nix Neues 🙁
Hätte in der Feinkostabteilung doch mehr erwartet; egal ob man es Schrippe, Weckle oder Brötchen nennt.

So hatten wir etwas Zeit, bummelten über den Kudamm, shoppten ein wenig und Jay besuchte natürlich den Apple-Store.

Zurück im KaDeWe war noch ein bisschen Zeit und wir machten uns auf die Suche nach Macarons, die ich noch nie probiert hatte. Und wir wurden fündig. Es waren sechs verschiedene Macarons im Angebot, die natürlich alle verkostet wurden. Yummie.
20130510_berlin_05Kurz danach war es soweit, die Austernbar öffnete und wir konnten uns die besten Plätze sichern. Dann gab es ein Glas Riesling und das halbe Dutzend gemischte Austern, das sich aber als eine Platte mit sieben Austern entpuppte. So darf das gehen 😉
20130510_berlin_02Hier bot sich die Möglichkeit zu testen, welche Auster am besten mundete und das einstimmige Urteil der Jury fiel auf die Loch Fyne. Also wurde ein weiteres halbes Dutzend geordert und auch diese Portion bestand aus sieben Austern. Live is good.

Ganz im Eindruck der soeben erlebten leiblichen Genüsse konnten wir dem begehbaren Humidor nicht wiederstehen und entschieden uns nach einigem Hin und Her für eine Hoyo de Monterrey Epicure Especial.
20130510_berlin_11Auf dem Weg zum Ausgang kamen wir, wirklich zufällig, an der Whisky-Abteilung vorbei, wo eine Verkostung div. Produkte offeriert wurde. Da es sich um eine ansehnliche Zusammenstellung von Single Malts handelte, konnten wir nicht widerstehen.
20130510_berlin_06Ich hatte die Gelegenheit einen Lagavulin „Destillers Edition“ aus dem Jahre 1995 zu testen und bin hingerissen. Außerdem konnte ich lernen, dass ich mich mit meiner Vorliebe für Trofiges ein wenig im geschmacklichen Abseits bewege 🙂

Satt und zufrieden konnten wir dann die Fortsetzung der Berlin Food Tour vom Vortag angehen. Bastian von Berlin Food Tour hatte noch schnell zwei Termine speziell für uns organisiert und so begaben wir uns zum Pfefferhaus.
20130510_berlin_03Dort konnten wir von Betreiber Felix Eicholtz Wissenswertes über Curry erfahren und die eine oder andere Sauce verkosten (Achtung, wenn die Kennzeichnung rot ist!).

Der zweite Spot unserer Food Tour lag im Stadtteil Friedrichshain. Ziel war die Fleischerei Naesert, ein Familienbetrieb, in dem seit 40 Jahren Fleisch und Wurst angeboten und auch hergestellt werden. Und das sogar regelmäßig bis nach London, wo er exkluxiv den Wurst-Club beliefert.
Hier empfing uns Fleischermeister Jürgen Naesert mit frischer Wurst, Gewürzen und Saucen, erzählte launig über Konservierungsstoffe, Qualität, Kunstdarm, Handarbeit und vieles mehr.
Auch Partyservice wird angeboten.
Der Aufenthalt dort wurde deutlich länger als erwartet, weil es so nett war 🙂
20130510_berlin_04Ach ja, die Würste und die Saucen aus dem Hause Nasert waren echt lecker. Das kann man auch der Tatsache entnehmen, dass mein Kumpel Jay, 1. Deutscher Currywurst-Beauftragter, ein Glas seine favorisierten Sauce mitnehmen wollte. Ein Wusch den Jürgen Naesert gerne erfüllte; „aber kühl halten, da keine Konservierungsstoffe“.
Randbemerkung: Hr. Naesert ist Lakritzfan, wie sich herausstellte. Auch ein Grund warum es etwas länger dauerte. Aber dazu demnächst mehr auf Lakritzplanet.de.

Einen Termin hatten wir noch auf der todo-Liste: Besuch im handmade supermarket bei Benny, einem Schulfreund von Jay, Dort waren wir letztes Jahr schon mal und der Besuch ist mir in angenehmer in Erinnerung, da ich dort ein lakritziges Souvenir mitgenommen hatte.

Nach einem letzten Stauder Pils in unserem Hotel fuhren wir zum Flughafen.
Dort suchten wir, nach dem baggage drop off (ich liebe dieses Wort) ging es geraden Wegs zur EsS-Bahn, denn dort gibt es Currywurst. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich zusammen mit dem 1. Deutschen Currywurst-Beauftragen unterwegs war 😉
20130510_berlin_07Ein optisches Highlight, jedenfalls für mich, fand sich im Wartebereich von Terminal C des Flughafens Tempelhof. Das Modell dieser Bark.
20130510_berlin_08Kurz vor Abflug informierte uns Air Berlin, dass wir einen Zwischenstopp in Hannover machen würden und daher ca. eine Stunde später in Stuttgart eintreffen würden.
20130510_berlin_09Was dann auch zutraf.

In Stuttgart angekommen, klappte der Shuttle-Transport zum Parkhaus ganz vorzüglich und Jay setzte mich wohlbehalten daheim ab. Danke 🙂

Eine Woche Berlin – Fazit: schön war es, viele Leute getroffen und kennengelernt, Currywürste gab es sozusagen am laufenden Band, dem Stauder angemessen zugesprochen, Interessante Sachen gelernt und viel mehr. Eigentlich ist eine Woche ja gar nicht genug 🙂
Also heißt die Frage für 2014: Bleibe ich 10 oder 14 Tage in der Hauptstadt?

Na, wir werden sehen.

 

Autor: Christian Kaufmann

In den unendlichen Weiten des Internet eher als Herrscher des Lakritzplanet bekannt, bloggt er seit Äonen über das schwarze Gold und hat ganz nebenbei den deutschen Lakritztag ins Leben gerufen. Privat philosophiert er als bekennender Segler gerne hier auf der blauen Linie und gehört zum Orga-Team der Schleckgöschle GbR.

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